Der Name, der unter deinem App-Titel in den App-Store-Suchergebnissen steht, leistet gerade ASO-Arbeit — ob du das so geplant hast oder nicht. Die meisten indie Entwickler setzen ihn einmal bei der Registrierung und schauen nie wieder danach. Manche nutzen ihren echten Namen. Manche nutzen einen Holding-Firmennamen, der nichts mit dem zu tun hat, was sie bauen.

Dieser Name erscheint bei jedem Sucheintrag, auf der Produktseite und in der Such-Indexierung. Er ist nicht neutral.

Was das Entwicklername-Feld eigentlich ist

Wenn du dich für das Apple Developer Program registrierst, gibst du einen Namen an, den Apple als deine öffentliche Verkäufer-Identität nutzt. Individual-Entwickler nutzen meist ihren echten Namen. Organization-Accounts nutzen einen Firmen- oder Handelsnamen.

Dieser Name erscheint an zwei prominenten Stellen:

  1. In den App-Store-Suchergebnissen, direkt unter deinem App-Namen und Subtitle, bevor der Nutzer antippt
  2. Auf der Produktseite deiner App, im Bereich “Entwickler” oberhalb der Beschreibung

Apple indexiert diesen Namen außerdem als Teil seines Suchsignals. Sucht ein Nutzer nach Begriffen, die in deinem Entwicklernamen vorkommen, kann das beeinflussen, welche Apps in den Ergebnissen auftauchen. Häufiger wirkt er als Vertrauens- und Kontextsignal, das beeinflusst, ob Nutzer, die dein Listing sehen, sich sicher genug fühlen, um anzutippen.

Das Problem mit generischen Entwicklernamen

Die häufigsten Muster, die dieses Feld verschwenden:

Nur Vor- und Nachname. “John Doe” sagt einem potenziellen Nutzer nichts darüber, welche Art von App du baust. Ein Nutzer, der gerade “Meditation Timer” gesucht hat und “von John Doe” sieht, bekommt kein verstärkendes Signal, dass du ein glaubwürdiger Entwickler in diesem Bereich bist.

Generische Holding-Firmennamen. “Dev Apps LLC” oder “Mobile Software Group” kommunizieren nichts. Diese Namen existieren aus rechtlichen Gründen, nicht für Nutzer, die Suchergebnisse durchsehen.

Markennamen, die nicht zur Kategorie der App passen. Hast du drei Apps in völlig unterschiedlichen Kategorien und nutzt für alle denselben Markennamen, bekommt keine dieser Apps den Kategorie-Signal-Vorteil aus dem Entwicklernamen.

Wie Apple ihn in der Such-Indexierung nutzt

Apple veröffentlicht seinen Indexierungs-Algorithmus nicht, aber das Muster bei Apps mit kategorie-relevanten Entwicklernamen ist konsistent: Der Entwicklername trägt zu dem Signal-Pool bei, den Apple nutzt, um die Relevanz für einen Suchbegriff zu bestimmen.

Das ist ein separater Pool von deinem Titel, Subtitle und Keyword-Feld. Diese Felder wiegen stärker, aber der Entwicklername fügt ein Signal hinzu, das die meisten Competitors überhaupt nicht nutzen.

Eine Meditations-App mit einem Entwicklernamen wie “Focus and Calm Apps” hat einen kleinen, aber echten Vorteil gegenüber einer identischen App mit “John Smith” in Suchergebnissen, bei denen ein Nutzer “calm” oder “focus” eingetippt hat. Dieser Vorteil summiert sich, wenn du mehrere Apps in derselben Nische hast, weil jede App, die du unter diesem Entwicklernamen veröffentlichst, das Kategorie-Signal erbt.

Das praktische Argument für einen Nischen-Entwicklernamen

Baust du ausschließlich in einer Kategorie — etwa Fitness, Produktivität, Finanzen oder Musik —, leistet ein Entwicklername, der diese Nische widerspiegelt, zwei Dinge gleichzeitig.

Erstens gibt er Apple zusätzliches Indexierungs-Signal für Suchen in deiner Kategorie.

Zweitens zeigt er Nutzern auf einen Blick, dass du dich spezialisierst. “Fitness Tools Studio” gegenüber “Alex Polan” sind nicht funktional gleichwertig, wenn ein Nutzer, der “Workout Tracker” gesucht hat, eine Ergebnisliste durchscannt. Das eine kommuniziert Domänen-Fokus. Das andere ist bestenfalls neutral.

Der Entwicklername ist eines der wenigen ASO-Signale in den Suchergebnissen, das nicht auf 30 Zeichen begrenzt ist. Du kannst einen erkennbaren Nischen-Begriff nutzen, ohne ein Zeichen aus deinem Titel oder Subtitle zu opfern.

Was du ändern solltest — und was nicht

Ein paar Einschränkungen sind hier wichtig.

Apple genehmigt keinen Entwicklernamen, der irreführend ist oder Nutzer über die Art deiner Apps täuscht. Ein Entwicklername, der eine Apple-Zugehörigkeit, staatliche Autorität oder eine Marke suggeriert, die dir nicht gehört, wird im Review abgelehnt.

Für Individual-Accounts kannst du einen DBA-Namen (Doing Business As) statt deines echten Namens nutzen. Dafür musst du dich mit deinem Individual-Account unter einem Handelsnamen registrieren oder in manchen Fällen eine Anfrage an den Apple Developer Support stellen, um den Namen zu ändern. Der Prozess variiert je nach Account-Typ und Region.

Für Organization-Accounts ist der Anzeigename an deine registrierte juristische Person oder deinen Handelsnamen gebunden. Hast du Spielraum, wie deine Organisation benannt wird, beziehe Nischen-Relevanz bei der Registrierung mit ein.

Eine Warnung: Das Ändern deines Entwicklernamens in App Store Connect greift nicht sofort. Es erfordert Review und kann Tage dauern, bis es sich verbreitet. Versuch das nicht in der Woche vor einem größeren Launch.

So gehst du bei Multi-App-Portfolios vor

Hast du mehrere Apps in derselben Kategorie, erzeugt ein gemeinsamer Nischen-Entwicklername ein verstärkendes Signal über alle hinweg. Ein Nutzer, der eine Fitness-App von “Strength Lab Apps” herunterlädt und eine gute Erfahrung macht, tippt eher auch ein zweites Ergebnis desselben Entwicklers an.

Erstrecken sich deine Apps über mehrere Kategorien, ist ein neutralerer Markenname sinnvoll, da ein fitness-spezifischer Entwicklername gegen dich arbeitet, wenn du auch eine Finance-App veröffentlichst. Fokussiere in diesem Fall deinen ASO-Aufwand auf Titel, Subtitle und Keyword-Feld, wo du pro App differenzieren kannst.

Das Signal, das die meisten Entwickler ungenutzt lassen

Der Entwicklername ist das einzige öffentlich sichtbare Metadaten-Feld, das nicht durch enge Zeichenlimits eingeschränkt ist und nicht mit anderen Feld-Prioritäten konkurriert. Der Titel muss Marke und Keyword in 30 Zeichen ausbalancieren. Der Subtitle muss qualifizierenden Kontext in 30 Zeichen hinzufügen. Das Keyword-Feld ist unsichtbar.

Der Entwicklername sitzt zwischen deinem App-Namen und der Entscheidung des Nutzers, anzutippen, und bei den meisten Apps steht er noch auf dem, was bei der Registrierung gerade praktisch war.

Hast du deinen Entwicklernamen noch nicht als Teil deiner ASO-Strategie geprüft, ist das der nächste Schritt.

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